Die Therapie- und Beratungsstelle für autistische Menschen
besteht seit 1987.
Sie finden uns hier:
Autismus - Therapie- und Beratungszentrum
Hauptstraße 5
70563 Stuttgart
Telefon: 07 11 - 220 99 02
Lageplan hier 
Zielgruppe
...sind
Menschen mit Störungsbildern, die dem autistischen Spektrum bzw. den
tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (Abschnitt F84 der ICD-10)
zugeordnet werden können. In erster Linie sind dies der frühkindliche
Autismus (F84.0), das Asperger-Syndrom (F84.5) sowie atypische
Erscheinungsbilder des Autismus (F84.1).
Leistungsangebot
Nach einer bereits gestellten fachärztlichen Diagnose bieten
wir an:
- individuell
abgestimmte Förderungen bzw. Therapien mit begleitenden
Elterngesprächen sowie in Abstimmung mit Schule, Kindergarten,
Werkstatt etc.;
- Elternberatung und -training (Anleitung
zu
gezielter Förderung im Alltag v.a. hinsichtlich kommunikativer
Kompetenzen), gegebenenfalls auch in Gruppen.
Meistens besteht eine Maßnahme aus beiden Säulen. Die
Schwerpunktsetzung erfolgt je nach Fragestellung und den Besonderheiten
des Einzelfalls.
Darüber hinaus bieten wir an:
- Kurzberatung: umfasst Erstgespräch,
Beobachtung, Förderempfehlungen, eventuell Vermittlung an
weiterbetreuende Stellen.
- Stellungnahmen z.B. zur Frage der
Diagnose oder im Rahmen von Antragsverfahren.
- Fachberatung und Fortbildung für
Schulen, Kindergärten, andere Therapeuten oder Einrichtungen
nach oben 
Therapeutisches
Konzept
Das
therapeutische Konzept orientiert sich an den vom Autismus Deutschland
e.V. erarbeiteten Leitlinien für die Arbeit in Therapiezentren für
Menschen mit Autismus.
Der frühe Störungsbeginn, die Bandbreite der
Problematik und die daraus resultierenden Zielsetzungen erfordern ein
ganzheitliches und flexibles therapeutisches Vorgehen.
Die Therapie muss immer an der Problematik des einzelnen Menschen mit
Autismus und seines Umfeldes orientiert sein. Bei den meisten Fällen
spielen die im Folgenden genannten Ziele eine Rolle:
- Förderung der Wahrnehmung und der
Wahrnehmungsverarbeitung
- Aufbau und Förderung kommunikativer
Kompetenzen
- Förderung sozialer Kompetenzen
- Erweiterung der Handlungskompetenzen
- Förderung kognitiver Grundfunktionen als
Basis für weiterführende Lernprozesse und für das Verstehen sozialer
Zusammenhänge
- Förderung emotionaler Kompetenzen und
Aufbau von Selbstvertrauen
- Bearbeitung der emotionalen Problematik
und Förderung der Identitätsfindung
- Bearbeitung sekundärer
Verhaltensprobleme
Folgende Ansätze fließen in die therapeutische Arbeit ein:
- eher
non-direktive Ansätze zum Aufbau und zur Förderung der Beziehung wie
die Aufmerksamkeits-Interaktionstherapie nach Rohmann/Hartmann, der
Floor-Time-Ansatz nach Greenspan;
- Ansätze und Methoden der
Verhaltenstherapie
v.a. zum Erwerb und zur Modifikation von Verhaltensweisen sowie bei
Verhaltensstörungen;
- je nach Entwicklungsstand und
Problemstellung Aspekte der non-direktiven oder der analytischen
Spieltherapie;
- systemisch-familientherapeutische
Ansätze, da die autistische Symptomatik stets im Rahmen eines Familien-
oder anderen Systems stattfindet.
- Förderung von Wahrnehmung und Motorik
z.B. nach Jean Ayres, Doman-Delacato, Florence Scott u.a.;
- Kommunikationsförderung
z.B. durch Sprachanbahnung oder Methoden der unterstützten
Kommunikation wie PECS (Picture Exchange Communication System) oder FC
(Facilitated Communication, Gestützte Kommunikation).
- Übungen mit Handführung (im Sinne von
Affolter) zum Erkunden von Neuem sowie zum Einüben von Tätigkeiten und
Abläufen
Bei
der therapeutischen Arbeit mit dem autistischen Menschen ist ein
subtiler Umgang mit Aufmerksamkeitsgewinnung, Abwehr und Angst
gefordert. Von zentraler Bedeutung ist es, das Kind zur Kontaktaufnahme
und zum Lernen zu motivieren. Dies erfordert, diejenigen Angebote und
Aktivitäten zu finden, bei denen der autistische Mensch echte und
lebendige Freude empfinden kann. Wenn es gelingt diese Freude mit ihm
zu teilen, ist der wichtigste therapeutische Ansatzpunkt, die Brücke
für weitere Veränderungen gefunden.
nach oben 
Rahmenbedingungen
- In
den meisten Fällen finden die Therapien im Autismus - Therapie- und
Beratungszentrum statt. Bei Bedarf können auch Termine im Elternhaus
oder an anderen relevanten Aufenthaltsorten des Kindes wie Kindergarten
oder Schule stattfinden.
- Die Häufigkeit bestimmt
sich je nach Indikation, Entfernung und Fahrmöglichkeiten der Familie.
In den meisten Fällen finden Termine wöchentlich oder 14-tägig statt.
- Die Kostenträger bewilligen die Therapie
in
der Regel für jeweils ein Jahr, eine Fortsetzung der Maßnahme muss dann
erneut beantragt werden. Die Therapien laufen jedoch häufig über
mehrere Jahre.
Kosten
Als
Kostenträger für Langzeittherapien und Beratungen fungiert in den
meisten Fällen das zuständige Sozialamt im Rahmen der
Eingliederungshilfe für Behinderte (SGB IX und SGB XII), in einigen
Fällen auch das Jugendamt.
Kurzberatungen und Stellungnahmen
müssen in der Regel selbst übernommen werden, Fachberatungen und
Fortbildungen klären wir im Einzelfall.
nach oben 
Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Autismus - Therapie- und Beratungszentrums:
|

|
Dr. Vera Antons, Diplom-Psychologin
|
|
|
| Matthias Arnold, Sonderschullehrer | 
|
|

|
Dirk Bader, Ergotherapeut
|
|
Sandra Homberger,
Diplom-Musiktherapeutin
|
 |
|

|
Anja Ott, Motopädin
|
|
Monika
Sandmeier,
Diplom-
Psychologin |
|
|
|
Sonja
Woll-Penzing
Diplom-Psychologin,
Psychologische Psychotherapeutin (VT) |
|
Kerstin Justen
Diplom-Psychologin,
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
|
|
|
|
Eleonore Schommer,
Buchhaltung
|
|
Agathe Scharrer
Buchhaltung, Büro
|
|
|
|
|
nach oben 